Mittwoch, 27. August 2014

Erste Ausflüge in das Empire

2010 habe ich mich das erste mal in das Empire verliebt und mir ein Schnittmuster zugelegt.

Dabei ist dieses Kleid entstanden.


Das Schnittmuster heißt: Early 19th Century Gown von Rocking Horse Farm.
Ich muss gestehen, dass dieses Kleid aus Resten eines Gardinenstoffes (das Rockteil und die Ärmel) und aus Resten eines Jerseys (Oberteil) entstanden ist. Eigentlich wollte ich damit nur den Schnitt ausprobieren. Doch irgendwie gefiel mir das Kleid.
Momentan liegt es in Einzelteilen wieder bei mir herum, da ich es enger machen wollte. Doch ich glaube diese Arbeit werde ich mir sparen, da ich kein Poly/Jersey Pseudo-Empire Kleid brauche.

Ein paar Monate später packte mich dann wieder der Ehrgeiz es mit einem aufwendigerem Schnitt zu versuchen und ich hatte große Pläne denn ich bestellte gleich ein ganze Schnittmustersammlung: Die Regency-Wardrobe von La Mode Bagatelle.
Doch die Ernüchterung kam schnell. Durch meine damals sehr geringe Oberweite passte es hinten und vorne nicht und das Teil flog erst mal in die Ecke.
Nun vergingen wieder Monate und im Herbst 2011 habe ich es doch endlich fertig stellen können!

Mein erstes richtiges Empirekleid, zwar wieder komplett mit der Maschine, bis auf die Knopflöcher, genäht. Denn obwohl es so aussieht ist es kein Frontklappenkleid.
In der Schnittmustersammlung ist des das Kleid "VIEW D".


Der Stoff ist eine feine Baumwolle.


Ein paar Wochen später ist ein tailliertes Unterkleid oder auch Petticoat genannt entstanden. Das ging diesmal schneller, da ich schon wusste, dass ich starke Änderungen am Schnitt vornehmen muss. Dieses Teil ist auch aus Baumwolle und hat auch nur Maschinennähe. Das Schnittmuster ist ebenfalls aus der Sammlung und wird mit "VIEW A" benannt.


Da ich in den letzten Jahren etwas fraulicher geworden bin passt es mir leider nicht mehr *seufzt*.

Montag, 25. August 2014

Cotte aus Leinen

Wie schon vor kurzem erwähnt war mein erstes selbst genähtes Teil eine Cotte aus Leinen.
Auch heute nach einigen Veränderungen mag ich es noch sehr. Doch so langsam fängt es an löchrig zu werden und auseinander zufallen.
Das Leinen was ich damals verwendet habe hat einfach keine gute Qualität.

Die Ärmel sind kurz. Dazu kann man gut ein Paar Sonntagsärmel tragen.


Ich schließe das Kleid immer mit einem selbstgemachten Nestelband aus Wolle.
Die Cotte hat vier Geren und ist komplett mit der Maschine genäht.
Man kann es eigentlich nicht genau in das 15. Jahrhundert einordnen, denn dafür sind die Ärmel zu weit und die Naht der Ärmel liegt nicht hinten sondern unten.
Nun ja das war mein erstes Teil und die nächsten werden/wurden besser.

Hier einmal ohne Sonntagsärmel.

Sonntag, 24. August 2014

Wie alles begann

Es war einmal an einem Wochenende auf einer Burg.

Dort war reges treiben mit vielen Gauklern, Marktschreiern und Rittersleut.
Kurz gesagt eines dieser Mittelaltermärkte die es zu hauf gibt. Ich war begeistert! Mein erster Besuch auf solch einen Markt und mein Entschluss stand fest: "Beim nächsten Mal will ich hier gewandet erscheinen!" Das war 2007.

Ein Jahr später hatte ich diese Entscheidung in die Tat umgesetzt und zwar mit diesem gekauften Kleid:


Eines hatte ich wenigstens richtig gemacht: Es war aus Leinen.

Ziemlich schnell war mir das Kleid nicht mehr genug und ich fing an mich mit der Kleidung aus dem Mittelalter zu beschäftigen.
Also begann ich nach meinen Wissenstand mir ein Kleid zu nähen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung wie eine Nähmaschine funktioniert, geschweige denn wie man richtig näht oder zuschneidet. Mein Motto war learning by doing. Und so habe ich mich einfach an das Heiligtum meiner Mutter gesetzt, ihre Nähmaschine und los ging es.
So ist nach vielen Stunden mein erstes selbst genähtes Kleid entstanden. Eine Cotte aus knallrotem Leinen und ein Unterkleid aus weisem Leinen dazu:


Dieses Kleid existiert noch aber ich habe es geändert und versucht zu optimieren.
Heute sieht es so aus:


So passt es in etwa ins 15. Jahrhundert rein.

Doch mein interesse an historischer Mode sollte sich nicht auf das Mittelalter beschränken.

Dann gehe ich mal unter die Blogger

Nachdem ich die Namensfindung abgeschlossen habe ging es schnell mit dem Blog erstellen.
Ich bin gespannt wie sich die fixe Idee entwickeln wird.

Und los geht's!